Überstunden-Rechner 2026: Vergütung und Freizeitausgleich
Aus Monatsgehalt und Wochenstunden ergibt sich der Stundenlohn. Der Rechner zeigt, was Überstunden brutto bringen, mit und ohne Zuschlag, und wie viele Stunden Freizeitausgleich ihnen entsprechen.
So wird der Stundenlohn aus dem Gehalt berechnet
Ein Monat hat im Schnitt 13/3 Wochen (52 Wochen ÷ 12 Monate = 4,33). Monatsstunden = Wochenstunden × 13/3, bei 40 Stunden also 173,33. Stundenlohn = Monatsbrutto ÷ Monatsstunden. Diese Umrechnung nutzen auch die meisten Lohnprogramme.
Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?
Nein. Einen Zuschlag gibt es nur, wenn Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag ihn vorsehen. Üblich sind 25 %. Ohne Regelung sind angeordnete oder geduldete Überstunden aber in der Regel mit dem normalen Stundenlohn zu bezahlen (§ 612 BGB), außer bei deutlich höheren Gehältern, bei denen die Rechtsprechung Mehrarbeit als abgegolten ansehen kann.
Eine Klausel „Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“ ist nur wirksam, wenn erkennbar ist, wie viele Stunden gemeint sind. Und der Mindestlohn muss immer für jede gearbeitete Stunde erreicht werden. Das prüft der Mindestlohn-Rechner.
Häufige Fragen
Sind Überstundenzuschläge steuerfrei?
Nein. Steuerfrei sind nur Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit (§ 3b EStG), siehe Nachtzuschlag-Rechner. Überstundenvergütung und -zuschlag sind voll steuer- und beitragspflichtig.
Freizeitausgleich statt Geld?
Wenn vereinbart, werden Überstunden mit Freizeit ausgeglichen. Bei einem Zuschlag gilt er üblicherweise auch für die Freizeit: 10 Überstunden mit 25 % ergeben 12,5 Stunden frei.
Wer muss Überstunden beweisen?
Wer Vergütung einklagt, muss darlegen, an welchen Tagen er wie lange gearbeitet hat und dass der Arbeitgeber die Überstunden angeordnet, gebilligt oder geduldet hat. Arbeitgeber müssen die Arbeitszeit ohnehin erfassen (BAG 2022).